DRK Bereitschaft Gnarrenburg
Info Abend in Gnarrenburg ein erfolg
DRK Bereitschaft zeigt Inhalte der Dienstabende und machte aus Ihrem Dienstabend am 9.Mai einen Infoabend für Interessierte.
In einem Jahresbericht hielt die Bereitschaftsleitung mit Bereitschaftsleiter Günter Monsees und seinen Stellvertretern Volker Werner und Ludwig Gehlhaar einen Rückblick auf das geleistete im Jahr 2010 und blickte in eine schwierige Zukunft (wie im Zeitungsbericht vor kurzem zu entnehmen).
Zum Informationsabend bzw. den Dienstabend der Bereitschaft Gnarrenburg waren leider nur vier Personen gekommen um sich zu informieren. Aber der Erfolg dabei ist, dass die Bereitschaft eine Person zur Verstärkung bekommen hat und zwei Kinder mal beim JRK reinschnuppern wollen.
Auf den Dienstabenden stehen vielfältige Aufgaben an. Bei Übungen werden Fallbeispiele präsentiert und die Helfer kommen dann zur Hilfe und Behandlung herein.
Auch werden auf Dienstabenden auch Funkübungen und Koordinatenübungen gemacht. Mit vielen hält man sich auf dem Laufenden.
Unsere Dienstabende finden immer in der ungeraden Woche montags ab 19.30 Uhr im DRK Haus Gnarrenburg Hindenburgstraße 1b statt.
Kommt einfach vorbei und schaut es euch an. Oder stellt uns fragen unter "info@drk-gnarrenburg.de"
Wer Interesse hat und uns kennenlernen will ist herzlich willkommen bei uns!
Das Foto zeigt einen Übungs ausschnitt
Katastrophenschutz in Gnarrenburg vor dem Aus?
Arbeitsintensives Jahr mit Einsätzen, Übungen und Lehrgängen bei der DRK-Bereitschaft Gnarrenburg
Gnarrenburg. „Wir haben schon seit Jahren große Probleme mit unserer kleinen Bereitschaft, die an uns gestellten Anforderungen zu erfüllen, aber nun steht der Katstrophenschutz in Gnarrenburg kurz vor dem Ende.“ Das sagt Günter Monsees, der Bereitschaftsleiter der Gnarrenburger DRK-Bereitschaft. Die Bereitschaft war im vergangenen Jahr nicht nur bei Übungen und Lehrgängen gefordert, sondern auch bei vielen Veranstaltungen.
„Wir haben unsere Dienststunden nicht senken können, sondern im Gegenteil es ist eine Steigerung um 460 Stunden eingetreten. Durch den Wegfall der Wehrpflicht hat unsere Bereitschaft sechs Helfer verloren, ein Verlust den wir nicht mehr kompensieren können“, blickt Günter Monsees während eines Pressetermins sorgenvoll in die Zukunft.
Um die personelle Misere der 20-köpfigen Bereitschaft in den Griff zu bekommen, planen die Verantwortlichen eine groß angelegte Werbeaktion. „Es geht einfach nicht mehr, ohne Ehrenamtliche können wir die an uns gestellten Anforderungen nicht mehr erfüllen. Wenn sich da nichts ändert, sind wir gezwungen auch Dienste abzusagen“, sagt der stellvertretende Bereitschaftsleiter Volker Werner.
Günter Monsees sagt mit ein wenig Stolz: „Die Arbeit unserer Bereitschaft kann sich sehen lassen. Es war ein arbeitsreiches Jahr, das uns einiges abverlangt hat.“ Im vergangenen Jahr waren die Rotkreuzler neben den Realeinsätzen bei vielen Veranstaltungen gefordert. Zusätzlich bildete sich das 20-köpfige Team auf Lehrgängen kontinuierlich weiter.
6085 Dienststunden belegen, wie viel Freizeit die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes dem Dienst am Nächsten widmen. Das Fazit von Günter Monsees: „Unsere Bereitschaft ist hoch motiviert und leistet einen enormen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.
Aber wir brauchen dringend Verstärkung!“
Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, stand die Aus- und Weiterbildung im Mittelpunkt. Die Ausbildung erstreckte sich über Sanitäts-Lehrgänge, über Fortbildungs-Lehrgänge bis hin zum exakten Umgang mit der Technik und der damit verbundene Sicherheit. Der stellvertretende Bereitschaftsleiter Ludwig Gehlhaar: „Die Anforderungen an die Bereitschaft steigen von Jahr zu Jahr. Die Ausbildung wird immer umfangreicher, medizinische Regeln ändern sich und der Umgang mit neuen Gerätschaften muss sitzen.“
Die Gnarrenburger Bereitschaft wurde im vergangenen Jahr zu zahlreichen Veranstaltungen gerufen. Das Spektrum reichte hier von Reitturnieren über Sportveranstaltungen bis hin zu Stoppelfeld-Rennen und natürlich dem Hurricane in Scheeßel. „Hier bleibt das Team meist im Hintergrund, muss aber stets einsatzbereit sein. Insgesamt waren die Helfer über 1500 Stunden im Einsatz“, erklärt der Bereitschaftsleiter.
Während der Übungsstunden stand für die freiwilligen Helfer der Umgang mit technischen Geräten im Vordergrund. Außerdem wurden Erste-Hilfe-Kurse angeboten und beim Blutspenden geholfen. Ein weiteres Aufgabengebiet der Bereitschaft ist die Altkleidersammlung. Zusätzlich hat sich die DRK-Bereitschaft beim 100-jährigen Bestehen des Ortsvereins während eines „Tages der offenen Tür“ präsentiert und dort ihr Leistungsspektrum gezeigt.
Die Gnarrenburger Bereitschaft blickte im vergangenen Jahr auf ihr 40-jähriges Bestehen zurück. „Uns muss es gelingen, unser Personal aufzustocken, damit wir auch weiter rund um die Uhr für die Bevölkerung da sein können“, sagt Bereitschaftsleiter Günter Monsees abschließend und hofft, dass die Werbeaktion von Erfolg gekrönt sein wird.
Gnarrenburgs DRK-Bereitschaftsleiter Günter Monsees (mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Ludwig Gehlhaar (rechts) und Volker Werner. Foto: Schröder
40 Jahre Katastrophenschutz in Gnarrenburg
Im Jahr 2010 gab es beim DRK in Gnarrenburg viele Gründe, um zu feiern. Zum einem das 100-jährige Jubiläum des DRK Ortsvereins Gnarrenburg, das an einem Wochenende die Hindenburgstraße im Ort mit einem bunten Treiben bereicherte.
Zum anderen das 40-jährige Bestehen der Gnarrenburger Bereitschaft ein.
Alles begann im Jahr 1970. Da gründeten Adolf Kück, Hermann Granz,
Theo Tschackert, Erwin Huntemann, Heinz Aldag, Ruth Seekamp,
Gesine Steffens, Annemarie Garms und Erika Stelljes die
DRK Bereitschaft Gnarrenburg. Während sich die Bereitschaftsmitglieder
heute in einem großzügigen DRK Gebäude zu ihren Dienstabenden treffen.
Die ersten Dienstabende fanden bis Mitte der 80er Jahre
bei „Tschackert“ im Clubzimmer statt. Anschließend zog man als
Übergangslösung das heutige alte Feuerwehrhaus in Gnarrenburg.
Erst seit Anfang der 90er Jahre finden die Treffen regelmäßig in den
heutigen Räumlichkeiten des DRK Hauses in der Hindenburgstraße statt.
2003 erfolgte ein Erweiterungsbau des DRK Hauses mit neuen
Unterstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge, einen Neubau der Polizeiwache
und der Einzug der Rettungswache in die alten Räumlichkeiten der Polizei.
Angefangen hat alles mit dem Bereitschaftsleiter Heinz Guse aus Bremervörde.
Mit ihm wuchs die Bereitschaft bis 1980 auf 29 Aktive an. Danach übernahm
von 1980 bis 1982 Reiner Aldag die Leitung der DRK Bereitschaft Gnarrenburg.
Seit 1982, und nunmehr weit 28 Jahren, leitet Günter Monsees als Bereitschaftsleiter die DRK Bereitschaft Gnarrenburg. Herr Monsees hat das Bild der modernen Bereitschaft von heute aktiv umgesetzt. Er hat damit den Katastrophenschutz in unserer Region auf eine solide Basis gestellt.
Heute stehen ihm mit Volker Werner (seit 1995) und Ludwig Gehlhaar (seit 2010) zur Unterstützung bei den vielfältigen Aufgaben einer Bereitschaft zwei stellvertretende Bereitschaftsleiter zur Seite. In den vergangenen 40 Jahren sind die Anforderungen ständig gestiegen. Heute müssen die rund 20 Mitglieder eine umfassende Ausbildung absolvieren und können weitere Qualifikationen erlangen, so zum Beispiel die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Die Dienststunden für Ausbildungen und Lehrgänge, Veranstaltungen (z.B. Sportveranstaltungen und Musikevents), Altkleidersammlungen und Altkleidercontainerdienst stiegen von 1972 mit 800 Stunden, 1985 mit nahezu 2000 Stunden bis heute auf über 5500 Stunden an. Den Rekord an ehrenamtlichen Dienststunden erreichte die Bereitschaft vor einigen Jahren.
Als über 6300 Stunden verzeichnet wurden.
Die Gnarrenburger Bereitschaft, wie man sie heute kennt (es fehlt Horst Altenkrüger).
Bei „Realeinsätzen“ war die Gnarrenburger Bereitschaft folgendermaßen beteiligt:
• 1990: Einrichtung von Unterkünften in Zeven für die Flüchtlinge aus Rumänien und deren Betreuung
• 1990: Großeinsatz beim Hurricane Festival in Scheeßel
• 1996: Hilfeleistung beim Altenheimbrand in Bremervörde
• 1997: Hilfe beim Überfall auf das Jugendhaus „Sky“
• 2007 und 2008: die Betreuung und Versorgung der Einwohner
von Augustendorf nach den schwerenÜberschwemmungen.
Auch beim schweren Busunglück in Bevern waren die Bereitschaftsmitglieder zur schnellen Hilfe im Einsatz. Natürlich können solche Aufgaben nur durch eine gute Ausbildung und viele Übungen zusammen mit anderen Einsatzkräften erfolgreich gemeistert werden. Daher beteiligen sich die freiwilligen Gnarrenburger Retter regelmäßig an Landkreisübungen und verschiedenen Wettkämpfen, um sich und ihre Leistung mit anderen Vereinen aus dem Sanitätsdienst zu messen. Gute Platzierungen und strahlende Gesichter nach dem einen oder anderen Wettkampf helfen dabei die Motivation in der Truppe zu stärken, denn es sind alles Ehrenämtler die sich in der Freizeit zum Wohle anderer Bürger einsetzen. Auch bei den Fahrzeugen hat sich in 40 Jahren viel getan. Hatte man früher nur einen LKW, so stehen wir heute vor einem ganzen Fuhrpark. Mit einem LKW, ATR (Arzttruppwagen), zwei KTW (Krankentransportwagen) und MTW (Mannschaftstransportwagen) hat die Bereitschaft eine solide Grundlage, um die Aufgaben wahrzunehmen. Sollte es dennoch mal an der einen oder anderen Ecke eng werden, helfen die umliegenden Bereitschaften aus Zeven, Bremervörde und Tarmstedt gerne aus.
Quelle: Wir vom DRK Heft Nr.34 Dezember 2010
