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Schwäche, Schwindel, Kreislaufkollaps....

... nur ein Sommerproblem?"


<<< Tipps bei Sommerhitze >>>

Viel trinken schützt!
Junge Menschen und gesunde Erwachsene haben bei Hitze normalerweise keine Probleme. Häufig leiden aber Übergewichtige und Herz-Kreislaufpatienten unter der Hitze. Deshalb muss auf eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Viel trinken ist an den heißen Tagen angesagt!

Das bedeutet mindestens zwei bis drei Liter pro Tag. Sport sollte auch im Sommer zum Tagesprogramm gehören, aber bitte mit Bedacht und Sonnenschutz. Denn die Hitze wird oft unterschätzt. Sport in der Mittagshitze kann leicht Kreislaufprobleme oder einen Sonnenstich hervorrufen.

Durch ungeschützten Aufenthalt in der Hitze kann es zu starkem Flüssigkeitsverlust kommen. Viel trinken hält den Kreislauf stabil und unterstützt das Schwitzen. Denn wenn die so genannte Körperkerntemperatur durch Schwitzen nicht mehr konstant gehalten werden kann, können Bewusstseinsstörungen bis zur Ohnmacht eintreten.

Wenn es tatsächlich zu Schwächeanfällen kommt, müssen umgehend Maßnahmen ergriffen werden. Der Betroffene muss in den Schatten gelegt werden und zu trinken bekommen. Feuchte Tücher auf Stirn und Nacken bringen erste Erleichterung. Kühle Tücher um die Waden gewickelt wirken unterstützend. Das muss solange gemacht werden, bis der Kreislauf sich wieder stabilisiert hat.

Nur geschützt in die Sonne!
Badefreuden am Strand oder am See - dafür lieben wir den Sommer. Doch sollte der Aufenthalt in der Sonne nicht übertrieben werden. Sonnenschutzcremes sind auf jeden Fall nötig, um die Haut nicht der Gefahr eines Sonnenbrandes oder im schlimmsten Fall sogar einer Krebserkrankung auszusetzen. Je sensibler man vom Hauttyp her ist, umso höher sollte der Sonnenschutzfaktor sein, vor allem zu Beginn der Sommerzeit, wenn man zum ersten Mal in die Sonne geht. Auch im Gebirge oder an der See wirkt die Sonneneinstrahlung stärker. Deshalb sollte man hier besonders auf erhöhten Sonnenschutz achten. Eine Mütze oder ein Hut sollte selbstverständlich sein, besser noch ist, sich im Schatten aufzuhalten.

Die Sonne bringt uns zum Schwitzen. Und das natürlich besonders bei sportlicher Betätigung. Bei normalen Außentemperaturen verlieren wir vor allem über Urin und Atemluft täglich etwa 2 Liter Flüssigkeit. An heißen Tagen können es jedoch leicht 5 Liter sein. Deshalb müssen wir im Sommer besonders viel trinken, um diesen Wasserverlust auszugleichen.

Wie kommt es nun zum Schwitzen? Die Haut ist unser größtes Organ. Rund zwei Quadratmeter bedecken die Körperoberfläche. Man unterscheidet drei Schichten: Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut mit unterschiedlichen Bestandteilen und so genannten Hautanhangsgebilden, zu denen auch die Schweißdrüsen zählen. Mehr als zwei Millionen Schweißdrüsen sind über die gesamte Körperoberfläche verteilt. Sie sondern täglich bis zu zwei Liter Flüssigkeit über die Ausführungsgänge ab, die in Poren an der Hautoberfläche münden. In Belastungssituationen können die Drüsen bis zu 10 Liter ausscheiden.

[b]Ohne Flüssigkeit droht der Kreislaufkollaps![/b]
Wenn die körperliche Belastung zu groß und der Flüssigkeitsmangel zu stark ist, droht ein Kreislaufkollaps. Ein Kreislaufkollaps kann verschiedene Ursachen haben. Wesentlich ist dabei häufig, dass das Blut nicht ausreichend über die Gefäße in den Kopf gelangt. Eine Unterbrechung der Durchblutung des Kopfes von 5 bis 15 Sekunden kann zu Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen und letztlich zum Verlust des Bewusstseins führen.

Mit einem Kreislaufkollaps und einer Ohnmacht ist nicht zu spaßen. Auf jeden Fall sollte der Notarzt gerufen werden. Bis dahin sind Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen. Warum aber sind Flüssigkeit und der Wasserhaushalt so wichtig für uns? Die Erde wird zu etwa 70% von Wasser bedeckt. Auch der menschliche Körper besteht zu 2/3 aus Wasser. Das Gehirn sogar zu über 90% Wasser transportiert Nährstoffe zu allen Organen. Es ist unentbehrlich für die Funktionen der Körperzellen und alle Aufgaben des Blutes und der Lymphe. Wasser spült fortwährend alle Giftstoffe über Nieren, Darm und Haut aus dem Körper. Um die komplexen Funktionen aufrecht erhalten zu können, müssen wir mindestens 2 1/2 Liter Flüssigkeit pro Tag ersetzen.

Aber nicht in Form von Alkohol - mögen Sommer, Hitze und Biergarten für manchen auch eng zusammenhängen. Lieber mal auf eine Maß verzichten - dem Kreislauf zuliebe.

Koffeinhaltige Getränke sind auch nicht in größeren Mengen zu empfehlen, da sie den Kreislauf zusätzlich belasten können. Kräutertees und natürliches Mineralwasser, am besten in Zimmertemperatur, denn eiskalt getrunken, regen sie den Körper an, noch mehr Wärme zu produzieren. Und dann wird die Flüssigkeit sofort wieder ausgeschieden. Auch das Essen sollte leicht und frisch sein. Fettes, schwer Verdauliches belastet den Kreislauf noch mehr.

(c) Text: br-online.de

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